Juli 1996 (Sei vorsichtig beim Träumen, sonst werden
sie wahr. Denn es gibt Ebenen und Welten, in die nicht jeder darf)
Einstellungsgespräch mit Le Chuck:
"Was machen Sie ?"
"Ich bin Bäcker"
"Haben Sie Abitur ?" (Wer macht Abitur und lernt dann Bäcker ?)
"Nein. Brauche ich das hier ?"
"Nein"
"Wenn ich irgendwas nicht machen darf, weil ich kein Abitur habe, gehe ich
lieber woanders hin."
"Das passiert hier nicht!"
(Wenn Le Chuck nicht gelogen hätte, wäre Corty woanders hingegangen)
Bevor ein Zivi eingestellt wird, soll er sich erst das Internat anschauen.
Als Corty da ist, ziehen die Erzieherinnen über einen Zivi her, weil er jeden
Montag wegen einer Spritze zum Arzt muss. Corty denkt nicht darüber nach,
warum es zufällig zu der Zeit ist, in der er da ist. Es war kein Montag.
Oktober 1996 (Finde die Wahrheit, solange du noch
kannst.)
Die erste Frage am ersten Arbeitstag: Was studierst du ? (Nicht ob!)
Am zweiten Arbeitstag bekommt Corty vor allen Erziehern und Zivis seinen ersten
Anschiss. Er hat die Essentöpfe weggebracht ohne vorher Bescheid zu sagen.
(Jeder hat gesehen, dass er mit den Töpfen rausging) Es hatte länger gedauert
weil kein Wagen frei war und ein Zivi ihm dann gezeigt hatte, wo das Mineralwasser
geholt wird. Eine Erklärung, warum er so lange weg war, wollen die schrecklich
wichtigen Erzieher nicht hören. Von diesen Tag an macht er nur noch das,
was ihm gesagt wird.
Außerdem hat er keine Lust, sich mit solchen Leuten in das Dienstzimmer zu
setzen und Kaffee zu trinken. Sonst trinkt er auch keinen. Wenn die Erzieher
mit ihrer Praktikantin und Heimleitung Teamgespräch halten, dürfen Zivis
sowieso nicht dabei sein.
Am Anfang durfte er die Privatgespräche (1-2 Mal täglich) der Erzieherin
Olaz auf ein anderes Telefon umstellen und ist natürlich schuld, wenn die
Anlage wieder mal nicht funktioniert.
Corty verkündet, dass er eine Hepatitis-Iimpfung haben möchte, wie die Zivildienstvorschrift
es befiehlt. Sein Arzt sagt, dass er das nicht einfach machen kann. Die Dienststelle
muss erst mal Akten wälzen. Während der nächsten Monate passiert nichts.
Man versucht nur öfters, ihm das auszureden, weil hier noch nie jemand Hepatitis
hatte, und Zivis und auch Erzieher das meist nicht machen. Denn diese Vorschrift
kostet Geld!
Das Mittagessen, welches Zivis ja essen müssen, weil es dafür kein Geld gibt,
ist oft schwarz, matschig und schmeckt oft ekelig. Die Blinden sehen es ja
nicht und haben sich anscheinend daran gewöhnt. Nur der Nachtisch wird fast
täglich vollständig weggekippt.
Dann wird Corty in den ersten Wochen täglich gesagt, dass er den Schweineeimer
in eine volle stinkende Mülltonne schmeißen soll. Die anderen Zivis und Praktikantin
Blondinchen haben so was doch nicht nötig.
Corty ist der einzige, der vorher schon gearbeitet hatte. Er verschenkt durch
den Zivildienst monatlich 1100 DM. Die anderen sagen zwar, dass sie zu wenig
Geld bekommen, freuen sich aber doch, dass sie endlich mal selber Geld verdienen
können. Deshalb ist Corty der einzige, der sich fragt: "Warum soll ich alleine
die Dreckarbeit machen, wenn Blondinchen einen Beruf erlernen möchte? Ich
musste wie jeder andere auch meinen Müll in der Ausbildung selber wegmachen.
Und als ich Geselle war, habe ich trotzdem noch Tische abgewaschen, weil
ich weiß, dass es keinen Spaß macht, wenn nur einer alleine die Dreckarbeit
macht. Und warum soll ich mir von einer Praktikantin Befehle geben lassen?"
Corty muss heute zum ersten Mal die Essen-Bestellzettel einsammeln. Der Zivi
aus dem Nebenhaus, welcher schon 9 Monate hier ist, sagt ihm, dass er nicht
in die anderen Häuser gehen braucht. Das machen die selber. Am Nachmittag
bekommt Corty einen Anschiss, weil das Nebenhaus keine Pizza bekommen hat.
Corty geht es auf den Keks, dass er wöchentlich ins Nebenhaus laufen muss,
um neue Servierten zu holen. Er fragt: "Wo sind die jetzt schon wieder ?"
Eines der Kinder meint, dass er wohl auch schlecht sieht. Doch was nicht
da ist, kann man nicht sehen. Doch von Frauen, die 4 Mal soviel Geld kriegen,
kann man nicht verlangen, dass sie mal nachsieht, ob noch genug da sind.
November 1996 (Die Großen dieser Welt sind nur
Groß vor denen, die vor ihnen knien)
Beim Gestank der dampfenden Mülltonnen voller Soßen wurde ihm schlecht, was
den göttlichen Frauen natürlich egal war. Irgendwann haben sich die Zivis
abgewechselt. Blondinchen sagt natürlich: "Das habe ich nicht nötig. Das
ist Zivi-Arbeit."
In den anderen Häusern bringen auch die Praktikantinnen den Müll weg und
waschen den Eimer aus. Die machen das natürlich nicht täglich, weil der Eimer
höchstens zu 20 % voll wird.
6 von 8 Zivis machen um 13.30 Uhr Pause. Corty steht um diese Zeit in der
Küche und spült das Geschirr. Zivi Kriech macht seine Mittagspause und nur
Zivi Niveau hilft ihm. Manchmal hilft eine Erzieherin aber Blondinchen bleibt
bei den Kindern. Wenn sie gute Laune hat, stellt sie ihnen die Spülsachen
in die Küche.
Wenn Corty seine Pause machen möchte, heißt es oft, dass keine Zeit dafür
ist und er hat ja am Abend Zeit zum auszuruhen. Gab es da nicht mal ein Gesetz,
das sagt, dass spätestens nach 5 Stunden Arbeit Pause gemacht werden muss
? Diese haben die Anderen, die ihre Pause täglich machen, jeden Morgen. Trotzdem
machen sie jeden Tag pünktlich Pause.
Die Zivis waschen anscheinend auf öffentlichen Gelände die Autos ab. Corty
bekam auf genaues Nachfragen nie richtige Antworten. Er sagte jedenfalls
schon von Anfang an, dass er dieses nicht machen wird, weil es in Deutschland
nur auf Privatgelände erlaubt ist. Folglich währe es eine Straftat, die er
nicht ausführen darf. Komisch. Er musste es nie waschen.
Wenn Corty mit einen Kind an der Hand nach unten geht: "Die kann auch alleine
gehen. "Eine Woche später, dasselbe Kind, wieder Miss Olaz: "Nimmst du sie
denn mal an die Hand ?" Das war keine Frage, sondern ein Vorwurf.
Die Zivis müssen einen Flur streichen. Corty brauchte noch eine Rolle Krepp-Band.
Also ging er zum Hausmeister Herrn Himmler, der ihn mind. schon 2x mit anderen
Zivis gesehen hatte. "Morgen, ich bin Zivi und brauche noch eine Rolle Krepp-Band,
wir streichen den Flur in Haus 0815."
"Wa-Wa-Was soll das denn ? Ich weiß doch gar nicht wer Sie sind! Ist das
ihre Art, immer irgendwo so rein zu kommen ?"
"Ja"
Er schreit: "Raus!!! Ich will sofort Miss Lietussy sprechen"
Er zeigt ihm im Führergruß -Winkel den Ausgang. Natürlich mit der linken
Hand.
Die Verwaltung sagt, dass Corty recht hat, und dass das Problem bekannt ist,
wahrscheinlich weil er sich beim Bundesamt beschweren wollte. (oder es wurde
ausgewürfelt)
Wenn Corty vor 2 Kindern "Scheiße" sagt, wird er vor den Kindern angelabert.
Sagt Blondinchen vor 8 Kindern, dass sie am Wochenende besoffen war und fast
mit einen Zivi geschlafen hätte, beachtet das keiner der anwesenden Erzieherinnen.
Alle wissen, dass sie verheiratet ist. Das ist ein gutes Vorbild!
In den 4 Monaten durfte er 1 Mal das Gelände verlassen, weil die Verwaltung
gesagt hatte, er soll mit auf die Kirmes gehen. Auch an den Tag wurde ihm
3 Mal! gesagt, dass er ja nicht mitgehen muss, weil er bald Feierabend habe.
(Wenn die Dienststelle es möchte, muss er natürlich Überstunden machen.)
Zum Weihnachtsmarkt gehen sie an einen Tag, an dem Corty nicht da ist, nicht
an einen mit schönen Wetter. Das bisschen Regen macht ja nichts. Miss Olaz
verschiebt ihre Dienstzeit, damit sie mitgehen kann. Corty darf das natürlich
nicht. Die Kinder fragen ihn schon, warum er nie in die Stadt darf. Darauf
hat er natürlich auch keine Antwort.
Wenn alle auf den Spielplatz gehen, muss Corty das Telefon bewachen. "Es
könnte ja eine wichtige Nachricht kommen." Alle anderen Häuser stellen es
einfach auf das Nebenhaus um.
Dezember 1996 (Demokratie ist nur'n Wort solang
man sie nicht lebt. Und auch die Hölle ist ein Ort, der sich um Sonne dreht)
In der Adventszeit steht ein Kranz auf dem Tisch.
Dieser darf nur angezündet werden, wenn 2 Erzieher anwesend sind. Eine Erzieherin
und ein Zivi sind zu minderwertig. Eine Erzieherin und eine Praktikantin
dürfen es machen.
Miss Olaz bringt einen großen Karton mit neuen Kerzenständern
mit, stellt einen auf den Tisch und stellt den Rest ins Dienstzimmer. Das
sollte mal ein Zivi machen! Das Ergebnis: Einige Zivis kaufen diese Dinger,
und dazu die Spezial Wachskugeln. Irgendwie muss man sich ja bei den Frauen
einschleimen.
Es wird Corty auch oft gesagt, wie er sich am Telefon
zu melden habe: "Europäisches Schülerinternat Zivi-Island, Haus 4711, Corty".
Jeder andere Zivi darf sagen: "Haus 4711, Name"
Ein 10-jähriger erzählt Miss Olaz, dass man CDs beschreiben
kann. Die dachte, er wolle sie verarschen, was sie sogar zugibt. Aber von
einer Frau, die alles weiß und die nie Fehler macht, sollte man eigentlich
so viel Allgemeinbildung erwarten können.
Eine Erzieherin erzählt von einen Kind, das ins Bett
gemacht hat, und dass sie es nie sagt. Das überrascht Corty, denn wenn er
sie morgens weckt, sagt sie es ihm einfach. Möglicherweise, weil Corty nicht
vor allen anderen Kindern darüber redet. (Vielleicht könnte man es ja auch
abstellen, wenn man die Kleinen nicht in der Nacht wecken würde, damit sie
auf die Toilette gehen. Jedes Erziehungsbuch rät das ja. Wenn man dann noch
bedenkt, dass eine Frau es ja sowieso nicht nötig hat, ein Bett zu beziehen,
sollte es doch eigentlich kein Problem sein) Doch auch andere Dinge erfährt
er vor den anderen, z.B. soll Corty mit ihren Eltern reden, damit sie wie
die anderen Moslems an der Weihnachtsfeier teilnehmen kann.
Die Dienststelle bezahlt kein Abendessen mehr. "Sie
können ja hier essen." Dass ein Zivi höchstens 30 min. warten muss, und es
nach Feierabend noch 60 min. dauert, macht doch nichts. Wozu Gesetze befolgen,
wenn man eigene machen kann ?
Als ein neuer Zivi kommt, wird es plötzlich wieder
ausbezahlt.
Eine von den kleinen Kindern fragt Corty, ob er mit
ihr Hausaufgaben macht. Das kommt nicht oft vor. Da kommt eine Erzieherin
und sagt ihm vor den Kindern, dass das zu schwer für ihn ist. Sie weiß, was
sie aufhat. Die Aufgabe lautete: "Kratze den Buchstaben E in den folgenden
10 Reihen weg. " Eine schwere Aufgabe, die nicht jeder lösen kann. Die anderen
Zivis dürfen mit den kleinen Kindern Hausaufgaben machen. Aber die können
ja auch auf einen Zettel ablesen, wie ein E aussieht. Corty darf aber mit
den größeren Kindern Hausaufgaben machen. Thema: Konjunktionen, Substantive.
Corty sagt Miss Olaz und dem Zivi, dass er keine Ahnung davon hat. Aber beide
haben keine Zeit. Sie müssen mit den Kleinen eine Kokosnuss öffnen. Keiner
sagt, ich mache das gleich. Also sagt Corty ihm, dass er sich das in der Schule
noch mal erklären lassen muss. Hausaufgabe beendet!
Mit einer anderen darf er auch Hausaufgaben machen.
Die versteht diese nicht, und kann auch die Schreibmaschine nicht richtig
bedienen. Aber hat so eine Aufgabe eine Erzieherin oder Praktikantin nötig
?
Die beiden Zivis haben einen Bollerwagen zusammengebaut.
Der Karton kommt in den Keller. 1 Monat später kriegt Corty mal wieder einen
Anschiss: Die Rechnung lag noch im Karton. Schuld ist natürlich Corty. Dass
er die Kiste nicht ausgepackt hat, macht doch nichts. Den anderen Zivi sagt
sie es später freundlich.
Jetzt kommt der Ex-Zivi Knips fast wöchentlich. Meist
wenn die Kinder schon im Bett sind. Aber es kommt auch vor, dass er sich
mit Miss Olaz über private Dinge unterhält, während die Kinder darauf warten,
dass Miss Olaz ihnen den Inhalator fertigmacht. Corty weiß nicht, wieviel
Tropfen er da reinkippen muss. Die Vorschrift sagt ja auch, dass Zivis das
nicht dürfen. Auch nachdem sie daran erinnert wird, kommt sie nicht. Als
sie endlich kommt, ist es zu spät, um die Kassette anzuhören. Sie haben vorher
verkündet, dass sie erst inhalieren wollen.
Eine von den 7-jährigen möchte ihre Brote einmal
selber schmieren. Corty sieht da kein Problem und zeigt es ihr. Die Messer
sind so stumpf, dass man sie sich auf den Fuß fallen lassen kann, ohne sich
zu verletzen. Doch Miss Olaz kommt, um zu verkünden, dass sie die Messer
nicht anfassen soll.
Eine andere möchte gerne den Schmierkäse anfassen.
(Die Kinder sollen nicht in die Pötte fassen) Als sie lang genug gebettelt
hat, sagt Corty: "Nimm den leeren Käsebecher." Miss Olaz meckert mit dem
Kind, weil sie da reinfasst. Dass Corty das gesagt hat, und dass er leer
ist, hat sie leider nicht gehört. Sie sitzt 80 cm weg von ihm. Corty antwortet
im gleichen Ton, wie sie mit dem Kind geredet hat. Sie sieht ihn etwas blöde
an, und entschuldigt sich in schleimigen Ton bei dem Kind.
Zur Weihnachtsfeier kommen wieder die Ex-Zivis ins
Haus. Einer sagt den Kindern, dass sie die Musik leiser machen sollen. Das
hatte Miss Olaz zwar vorher erlaubt, aber diese muss sich ja wieder mit ihrem
Zivi-Liebling im Dienstzimmer unterhalten. Die Arbeit kann Corty ja alleine
machen. Auch in dieser Nacht brauchen die kleineren Kinder 12 Stunden Schlaf.
Wenn sie dann am nächsten Morgen 1 Stunde früher wach sind, und sich unterhalten,
kann man wenigstens wieder rummeckern.
Januar 1997 (Meister der Lügen, du verkanntes Genie,
merk Dir eins, merk Dir eins: Ein Corty, ein Corty fügt sich nie)
Nach dem Abendessen bringt Miss Olaz die Kinder ins
Bett. Corty hat schon im ersten Monat gesagt, er würde das auch mal gerne
machen. Er kann die Nahrung in den Kühlschrank stellen und die Küche später
sauber machen. Dieses ist aber nicht möglich. Ein Grund wurde nie genannt.
Erst als die Kinder fragen, warum er sie nie ins Bett bringt, (Blondinchen
darf so was ja machen) ändert sich das in der Mitte des Monats.
Die Erzieher erzählen jetzt oft beim Mittagessen,
dass in einem Haus viele Erzieher krank sind, und dass da vielleicht bald
ein Zivi gebraucht wird.
Irgendwann backt eine Erzieherin einen matschigen
Pflaumenkuchen. Als Corty sagt, dass er keinen Pflaumenkuchen mag: "Dann kann
man aber kein guter Bäcker sein, wenn man keinen Kuchen mag" Eine andere:
"Nee, das glaube ich auch nicht."
Die 2 anderen Zivis in dem Haus gehen ca. 1 Mal pro
Woche mit Kindern in die Stadt. Wenn Corty fragt, wann er mal gehen darf:
"Zivis dürfen das nicht!" Als Miss Zombie das sagte, waren 2 Zivis unterwegs!!!
Bevor er fragen kann, warum alle anderen Zivis das dürfen, ist sie schon
weg. Der neue Zivi machte am 2. Tag seinen ersten Stadtgang.
Als er wieder mal keine Pause hatte, weil er auf
einen Arztgang warten musste, der dann wieder abgesagt wurde, soll er früher
gehen. Es wurde ihm vorher schon 100 Mal gesagt, dass dieses Verboten ist.
Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen. Corty hat es erst
um 18:02 fertig. (Weil er mit den Kindern gespielt hatte, was anscheinend
auch ein Problem für Miss Olaz ist.) Dafür wird er vor den Kindern angemeckert.
Zwei Tage später kommt Miss Olaz mit den Kindern erst um 18:26 zum Essen.
Corty's Tasche wird geöffnet und durchwühlt. Begründung:
"Ich dachte sie gehört den Kindern." Dieses passierte derselben Erzieherin
im Abstand von wenigen Wochen 3 Mal. Aber sie sagt es ihm wenigstens. Den
Dienstplan des Zivis (er lag obendrauf) hat sie wohl übersehen.
Wahrscheinlich hat sie seine Drogen gesucht. (s.u.)
Wer nicht in das Weltbild einer Frau passt, muss ja Drogen nehmen.
An einen Freitag muss ein nasses Bett neu bezogen
werden. Miss Olaz sagt, dass sie es erst trocknen lassen sollen. Bis zum Feierabend
ist es noch nicht trocken. Die Zivis machen nur ein neues Bettuch darauf.
Sie denken dass die Sonntagsschicht den Rest machen kann. Die hat es aber
nicht nötig. (Blondinchen und Miss Zombie) Es wird nur ein anderes Bett fertiggemacht.
Am Montag kommt auch keiner auf die Idee. Am Dienstag kriegt Corty den Auftrag.
Von Miss Olaz, die von oben kommt. Er latscht nach oben, nimmt das alte Bett
weg und wirft das neue darauf. Das war alles. Aber eine Frau hat doch so
etwas nicht nötig. Den anderen Zivis konnte man das auch nicht zumuten. Der
Weg nach oben dauerte doppelt solange wie die Arbeit.
Miss Olaz oder andere meckern jetzt täglich vor den
Kindern mit Corty.
Miss Olaz und Corty haben Nachtdienst. Die Kinder
sind gerade angekommen. Einer der größeren fragt, ob Corty ihm nicht einmal
zuerst helfen kann, seine Tasche auszupacken. Dann könnte er ungestört eine
Kassette hören. Er hatte schon öfters angedeutet, dass er es bescheuert findet,
dass die Kleinen immer bevorzugt werden. Also macht Corty eine Ausnahme.
Die Arbeit dauert 5 Minuten, aber die Tür geht auf und Miss Olaz scheißt
ihn vor dem Kind zusammen, dass er zuerst die Kleinen ins Bett bringen soll,
weil die Taxen schon eine halbe Stunde zu spät kamen. Die waren auch glücklich,
dass sie noch einen Moment mit ihren neuen Puppenwagen spielen durften.
Corty geht mit einen Kind das meist nicht tut was
es soll, zur Schule. Dieses will die Treppe runtergehen. Miss Olaz: "Nimmst
du ihn denn mal an die Hand, ich kann mich nicht um alles kümmern."
Als Corty das tut, und den Umweg ohne Stufen geht,
fängt das Kind wieder mal an zu schreien, was ihm vorher schon klar war.
Wenn er die Treppe gegangen währe, währe das nicht passiert.
Als er mit der Erzieherin Miss Bildung aus einen anderen
Haus Dienst hat, diskutieren Sie 30 Minuten lang, ob der Tisch für den nächsten
Morgen vom Zivi um 22.00 oder um 23.00 gedeckt wird. Weil Corty einen Film
sehen möchte, deckt er ihn in der Werbepause.
Er wurde in 4 Monaten 1 Mal gefragt, ob er lieber
den Tisch decken oder weiter mit den Kindern spielen möchte. (und das von
Miss Bildung) Die Kinder hätten oft gerne weitergespielt.
Beim Mittagessen: Ein Kind verschüttet ein Glas Saft.
Blondinchen sieht es und steht näher als die Zivis, macht aber nichts. Sie
geht in die Küche. Corty fragt, ob sie einen Lappen mitbringen kann. Sie
hat es natürlich nicht gehört. Also muss Corty einen holen, weil es auf die
Erde läuft. Er sagt dem Mädchen, welches ihm etwas erzählt, dass er weggeht.
Die redet trotzdem weiter, und erwartet als er wieder da ist, eine Antwort.
Leider hat er nichts mitbekommen.
Ein Kind braucht Medizin. Miss Olaz meint, die kann
der andere Zivi holen, wenn er wieder da ist. Auf Corty's Frage, warum er
die nicht holen kann, wo er doch nur rumsitzt meint sie: "Weil er ein Auto
hat. "Er sagt: "Dann soll die also auf den Hustensaft warten, damit nicht
5 Minuten Arbeitszeit verschwendet werden ?" Er darf nun doch gehen, soll
ich aber beeilen. In dieser Stadt ist man mit dem Fahrrad oft schneller als
mit dem Auto, weil es viele Einbahnstraßen gibt und der Weg kurz ist.
Corty soll mit 2 Kindern zum Sportunterricht gehen.
Die Turnhalle ist 2 Minuten entfernt auf dem selben Gelände. Weil Corty das
erste Mal mit Kindern irgendwo hindarf, (nur morgens darf er die Kinder zur
Schule bringen und abholen) sagt er zu Miss Olaz, dass er keine Garantie
dafür gibt, dass die Kinder lebend da ankommen. Ob die begriffen hat, was
er damit sagen wollte, weiß er nicht. Sie sagt nichts dazu. Die großen Kinder
haben es verstanden. Corty geht mit ihnen in die Turnhalle. Nach 10 Minuten
kommt der nächste Zivi mit 2 Kindern, doch niemand ist da. Wieder 10 Minuten
später nerven die Kinder, weil sie Langeweile haben. Die Zivis haben den
Schlüssel für die Spielgeräte nicht. Also können sie nur rumsitzen und reden.
Corty will in die Verwaltung gehen, um nachzufragen, ob der Sport heute ausfällt.
Die Gymnastikfrauen stehen vor der Tür und machen Corty Vorwürfe, weil sie
keinen Schlüssel haben. Er hätte den Holzpin zwischen die Tür legen müssen.
Doch das hätte ja auch der zweite Zivi machen können, der schon öfters hier
war. Da sie aber nicht mit dem Zivi reinkamen, sollte das wohl beweisen, dass
sie mindestens 10 Minuten Verspätung hatten. Dann hätten sie die Klingel benutzen
können, oder an Tür oder Fenster klopfen können. Sie hätten sich auch in
die 10 Meter entfernte Verwaltung bemühen können, um anzurufen, dass sie
nicht reinkommen. Aber das währe ja Arbeit, was weibliche Wesen auf diesen
Gelände nicht nötig haben. Warum sonst müssen sich Zivis um schwierige Kinder
kümmern, wo es doch gerade bei denen wichtig währe, wenn sie morgens von
erfahrenen Erziehern geweckt und angezogen würden ? Solche Arbeiten schiebt
man besser den Zivis zu, damit sie nicht täglich überlegen müssen, wie sie
ihn heute dazu bringen, aufzustehen. Corty hat nun 30 min. Zeit. Er geht
zurück in Haus 4711 und erzählt einer Erzieherin, die da rumsteht, was los
war, und dass er hier noch einen an der Klatsche kriegt. (Miss Olaz ist wieder
während der Arbeitszeit mit ihrem Ex-Zivi in einer wichtigen Besprechung
über vergangene Zeiten) Corty wird zum ersten Mal etwas lauter, was die Kinder
von ihm noch nicht kennen. Sie sagten manchmal zu ihm, er soll sie anschreien.
Sie möchten wissen, wie das klingt. Da kommt Corty's 7-jährige, schmeißt
ihn um, umarmt ihn und will ihn am liebsten nicht mehr gehen lassen.
Februar 1997 (Jetzt stehst du da an der Laterne,
hast Tränen im Gesicht. Das Abendlicht verjagt die Schatten, die Zeit steht
still und es wird Herbst)
Miss Olaz geht mit einem Kind zum Arzt. Corty ist
begeistert, dass er endlich mal alleine ist. Die Kinder helfen ihm, den Tisch
zu decken. Alle wollen gleichzeitig etwas von ihm. Corty findet das lustig
und sagt, sie sollen warten, bis er Zeit hat. Das klappt auch. Nun kommt
Miss Bildung, welche in dem Haus überhaupt nichts zu suchen hat, und sagt
ihm, dass Sie sich um die Kinder kümmert. Corty geht in ein anderes Zimmer,
zu einem anderen Kind. Aber auch das darf nicht sein. Sie sagt ihm, er soll
den Geschirrspüler ausräumen. Sonst wird das erst viel später gemacht. Wieder
mal steht Corty da als Versager, der nicht mit Kindern umgehen kann.
Eine Erzieherin trocknet zum ersten Mal das Geschirr
ab. Dabei erzählt sie von einen Zivi, der in seiner Mittagspause immer in
die Turnhalle ging, und sich auf eine Matte legte. Dieser war wohl zu diesem
Zeitpunkt bei den Frauen noch unbeliebter als Corty. Dieser fragt, wo das
Problem ist, das Gesetz sagt, dass ein Zivi in seiner Pause machen darf,
was er möchte. Er bekommt aber wieder mal keine Antwort. Also gab es schon
einmal einen Zivi, der seine Pause nicht machen sollte oder durfte. Wie kommt
es, dass die Zivi-Schweine immer nur in Haus 4711 sind ? Die anderen Häuser
erzählen nicht solche Geschichten.
Immer wenn Corty mit einen Kind alleine auf seinen
Zimmer ist, kommst alle 5 bis 20 Minuten eine Erzieherin ins Zimmer. Siefindet
immer einen neuen wichtigen Grund dafür. Diese Zufälle passieren nur bei
Corty. Das sagt sogar eines der Kinder. Die anderen
dürfen ja sogar mit Kindern alleine in die Stadt gehen.
Corty kommt aus der Pause. Eine Erzieherin knurrt
ihn an, dass die Verwaltung schon 3 Mal angerufen hat. Als er fragt, ob das
sein Problem ist, mault sie, sie wollte es ja nur erwähnt haben. Er soll
sie anrufen. Er erfährt, dass sein Tauglichkeitszeugnis nicht da ist. Das
Gesundheitsamt sagt, dass sie es ihm gegeben haben. Corty hat es nie gesehen.
Er soll nach Feierabend eine Kopie abholen. Weil er langsam genug hat, sagt
er, dass das nicht sein Problem ist. Wenn er es braucht, soll er es sich
holen. Er kann ja so lange zu Hause bleiben, wenn er nicht ohne arbeiten
darf. Aber er kann ja auch morgen während der Arbeitszeit gehen. Aber das
geht ja nicht. Er müsste ja das Gelände verlassen.
Nach 4 Monaten. Corty macht doppelt solange Pause
wie erlaubt, weil er am Vortag wieder einmal keine Pause machen durfte. In
dieser Zeit wurde er nicht gebraucht und die anderen Zivis hatten Kaffee getrunken.
Die Erzieherin rennt zur Heimleitung. Die Leiterin
Miss Lietussy kommt nach ein paar Tagen und will ihn mit dem Bundesamt erpressen.
Er sagt, dass ihm das Bundesamt völlig egal ist und er findet das sogar gut,
weil er denen auch mal einige Kleinigkeiten erzählen möchte. An dem Tag sagt
Miss Olaz, dass sie mal über ihre Probleme sprechen müssen. Dieses muss aber
leider zweimal verschoben werden, einmal weil ihr Ex-Zivi sie während der
Arbeitszeit besucht. Da sagt sie ihm, dass er andauernd ein dummes Gesicht
zieht. Corty sagt, sie hätte wohl mal beobachten sollen, wann er das macht.
Die Kinder waren nie schuld daran.
Corty wird er am Ende der Woche in ein anderes Haus
versetzt, weil er dort gebracht wird. Vom BAZ war nichts zu hören. In den
letzten 10 Jahren war hier kein Zivi gewesen. Er durfte sich auch nicht von
den Kindern verabschieden. Er soll sich von dem Haus fern halten. Der Zivi-Sprecher,
der nach Vorschrift bei Versetzungen anzuhören ist, wurde genau wie die anderen
Zivis nicht in die Entscheidung mit einbezogen. Auch Corty durfte nicht dabei
sein, als über ihn abgestimmt wurde.
Nach 4 Monaten bekommt Corty schon seine Hepatitis-Spritze.
Vermutlich hat seine Drohung, das BAZ zu informieren, nichts damit zu tun.
Denn wenn für Erzieher eine Impfung angeboten wird, muss auch der Zivi geimpft
werden, sagt die ZD-Vorschrift. Aber diese sind doch nur da, um die Faulheit
und Einbildung der Frauen zu unterstützen.
Deshalb wurde er 2 Wochen krank. Danach kam er in
seiner Pause in das Haus Nr.4711. Acht Kinder laufen durch das Zimmer, eine
kommt zu ihm. Diese soll sich als einzige sofort setzen. Sie soll schneller
essen und 30 Sekunden später mit Begleitung auf ihr Zimmer gehen (sonst später
und alleine). Weil Corty sich gerade mit ihr unterhalten hatte, geht er mit.
Die Erzieherin sagt nichts. Dann kommt plötzlich Blondinchen und schreit
ihn vor den Kindern an, dass er da oben nichts zu suchen habe. Eine Praktikantin
kann einen Zivi nichts befehlen. (Vorschriften werden nur beachtet, wenn
sie gut für die Erzieher sind) Nachdem sie das 4.Mal! gebrüllt hatte, (und
so was will Erzieherin werden) schrie er als Antwort: "Halts Maul"
In 4 Monaten hatte Corty 3 mal gesagt, dass er zurück
schreit, wenn ihn hier jemand anbrüllt. Das beweist, dass sie mit Absicht
geschrien hat, damit er Hausverbot bekommt. Zivi Niveau hatte einmal ein
Kind laut angebrüllt, aber das beachtete keiner.
Das Ergebnis: Corty bekommt Hausverbot und Blondinchen
wird nicht bestraft: "Es war nicht möglich festzustellen, wer zuerst gebrüllt
hat. "Es haben ja nur 3 Erzieher, 3 Zivis und 7 Kinder gehört.
Das Februar Zivi-Treffen wird in ein anderes Haus
verlegt, damit Corty Haus 4711 nicht betritt. Weil dieses Haus noch ungemütlicher
ist, offenbart Corty schon jetzt, dass er beim nächsten Treffen in Haus 4711
geht, egal wo es stattfindet.
März 1997 (My oh My do I wanna say goodby, Wir
waren mehr als Freunde, wir warn wie Brüder. Du warst der beste. Nur noch
Erinnerung. Sag mir warum)
Die Leitung sagt ihm, dass er die Kinder nie mehr
besuchen darf, wenn er nicht sofort jeden in den Arsch kriecht. Wenn er es
macht, kann er in einigen Wochen vorbeikommen. (Am Anfang gibt er diese Lügen
an die Kinder weiter) Doch wenn Corty erpresst wird, macht er immer das Gegenteil
von dem, was er soll. Also versucht er, sich bei seinen Vorgesetzten so schlecht
wie möglich zu benehmen. Warum soll er solche Leute grüßen oder Aufträge
ohne Diskussion ausführen ? Gutes Benehmen hat ja auch nie jemand von ihm
erwartet Und wer alles verliert, kann sich alles erlauben. Er wird auch dazu
gezwungen, 2 Mal pro Woche mit einen Blinden im Rollstuhl Taxi zu fahren,
obwohl er sagt, dass ihm dabei immer schlecht wird, und der Taxifahrer sagt,
dass er den Blinden auch zur Tür bringen könnte. Corty muss diese Person
auch jeden Morgen zur Schule bringen und wieder abholen. Vorher haben das
seine Freunde gemacht, und ihm währe es auch lieber, wenn die es weiter machen
würden. (Er merkt ja,wie Corty über diese Aufgabe denkt) Doch für außen muss
es ja so aussehen, als ob Corty beschäftigt währe. Auch wenn diese Aufgabe
nur 5 Minuten dauert, macht sie Corty fertig. Dann hätte er auch in eine
Schwerbehinderteneinrichtung gehen können.
Einmal kommt Corty zur Anfahrt der Kinder. Die Kinder
freuen sich, dass sie ihn sehen und fragen ihn warum er sie nicht mal besuchen
kommt. Eine 6 jährige hat feuchte Augen und redet zuerst nicht mit ihm. Als
er ihr sagt, dass er nicht mit in das Haus gehen kann, ist sie beleidigt
und geht weg. Vor 3 Wochen hatte sie ihn noch angesprungen wenn er zur Arbeit
kam. Er hatte fast täglich mit ihr gespielt und vorher mehrmals versprochen,
sie am Anfang monatlich zu besuchen, wenn er da aufhört. Die anderen Zivis
machen das alle. Wenn man von den Vorgesetzten täglich 10 lang Stunden hört,
dass man der Abschaum ist, sucht man sich woanders Freunde. Auch wenn man
es nicht soll. Sie war oft der Grund, weshalb Corty sich nicht einfach krank
schreiben ließ. Das macht irgendwie keinen Spaß, wenn man weiß, dass jemand
darauf wartet, dass man zur Arbeit kommt. Sie war die Einzige, die hier mal
gesagt hat, dass er etwas richtig gemacht hat. (Als er sie Monate später trifft,
sagt sie, dass sie überhaupt nicht mehr mit Zivis spielt. Die Erzieher können
Stolz auf sich sein)
Da er sowieso keine sinnvolle Arbeit mehr hat, lässt
er sich so oft wie möglich krankschreiben. Die Dienststelle versucht sogar,
seinen Arzt unter Druck zu setzen, weil sie Corty's Krankheiten nicht glauben.
Doch dieser ist auch dran, wenn Corty wirklich etwas hat, und er ihn nicht
krankschreibt.
Als er einmal während der Anfahrt da ist, weil er
dem Taxifahrer eine CD geben wollte, unterhält er sich auch mit den Kindern.
Als Miss Olaz ihn sieht, sagt sie so laut, dass jeder Taxifahrer und Kinder
es hören, dass er aufhören soll die Kinder zu belästigen! Die haben sich
gefreut, ihn zu treffen. Er sagt dass die Straße nicht zum Gelände gehört
und machen kann was er will. Auf die Frage "Warum soll ich gehen ?" sagt
sie: "Weil mir nicht gefällt, wie Du mit Erwachsenen umgehst". (Dass er sich
immer so benimmt, wie er behandelt wird, begreift sie wohl nie)
Sie kommt auf ihn zu, als ob sie ihm eine Ohrfeige
geben will.
In seinen neuen Haus arbeitet er 1 Stunde täglich,
geht höchstens 2 Stunden mit Blinden spazieren oder zum Arzt und liegt ca.
6.15 Stunden auf dem Sofa und schläft oder guckt Viva. Seine wichtigste Aufgabe:
Innerhalb von 4 Wochen den Keller aufräumen. Die Heimleitung weiß das, traut
sich aber nicht ihm mehr Arbeit zu geben, weil er dann das BAZ einschalten
würde. Nur schlafende Zivis beißen nicht. Natürlich wurde er nicht zur Bestrafung
versetzt, sondern weil er in dem neuen Haus gebraucht wurde. (Sonst hätte
er ja die Möglichkeit, sich beim BAZ über seine Versetzung zu beschweren)
Corty wird mit einer Anzeige gedroht, wenn er Blinden
oder sonst irgend jemand von diesen Vorgängen erzählt! Am ersten Tag musste
er schon unterschreiben, dass er dieses nicht tut. Wenn nicht, muss sich
eine andere Dienststelle suchen! Ob die wohl dieses Problem schon öfters
hatten ? Wer eine Zivis wie Menschen behandelt braucht doch keine Angst vor
ihren Aussagen zu haben.
Einen wichtigen persönlichen Brief bekommt er geöffnet,
gelesen und mit Tesa wieder zugeklebt als Einschreiben. Sein Name stand dick
darauf.
Als er sagt, dass er die Kinder mal besuchen möchte
(das geht ja auch in einen anderen Haus) sagt ihm die Leitung: "Ja, natürlich
können Sie das". Ein paar Stunden später dann, dass schon der Gedanke ziemlich
abartig ist. Wenn man versetzt wird, macht man dort seine Arbeit und vergisst
die alte.
Dass fast jeder Ex-Zivi einmal monatlich kommt, ist
uninteressant. Er erhält einen 10 Minuten Vortrag mit dem Inhalt, dass es
der größte Fehler ist, sich mit Behinderten anzufreunden (das hat er dann
natürlich in Haus 4709 nicht getan) und dass man sie nicht Küssen darf. (Dieses
hat er nie gemacht, aber wenn mal eine 7-jährige zu ihm kam, und umarmt werden
wollte, wurde er schon immer schräg angeguckt). Aber Corty kam es schon immer
so vor, als ob er in einen Tierheim gelandet ist. Er war der einzige, der
immer mit Kindern spielte. (Meistens die 7- jährige) Die anderen Zivis sitzen
oft nur am Tisch rum. Die Erzieher sowieso. Als er ein Kartenspiel mit Punktschrift
gefunden hatte, hielt ihn jeder für bescheuert, als er sagte, dass er den
größeren Kindern Mau Mau beibringen will." (Das können die sowieso nicht"
heißt es.)
Miss Lietussy sagt Corty bis ein Zivildienstbetreuer
kommt, dass es möglich ist, wieder in dem alten Haus zu arbeiten. Jeder weiß,
dass das nicht stimmt. Sogar Le Chuck sagt das. Auch später belügt sie ihn
fast immer wenn er sie trifft.
Immer wenn Corty Blondinchen mit Kindern begegnet,
sagt sie zu ihnen, dass sie schnell weiter müssen weil Corty nicht normal
ist, oder fängt an zu Stöhnen, wenn er in 5 Meter Entfernung vorbeigeht.
Komisch, dass solche Leute sagen, dass Corty kein gutes Vorbild ist. Er darf
das Haus 4711 nicht betreten, solange er da arbeitet.
Brief der Dienststelle an das Gesundheitsamt zur
Tauglichkeitsprüfung: "Er ist verbal aggressiv zu Erziehern UND KINDERN...
Verdacht auf Drogen"
Als er fragt wann er verbal aggressiv zu Kindern war
und wer sagt, dass er Drogen nimmt, weiß keiner eine Antwort. (Ein Zivi meint
nach seiner Entlassung, dass das nur Miss Olaz gewesen sein kann). Sie hat
auch immer komisch geguckt, wenn Corty morgens seine Blutdrucktabletten genommen
hat. Sie hat sich auch mehrmals erkundigt, was er da nimmt. Er hat sie in
einer Hustensaft Schachtel aufbewahrt: "Nimmst du immer noch Hustensaft ?")
Die Heimleitung sagt ohne Zivildienstbetreuer nichts. Beide können sich auch
nicht daran erinnern, dieses Unterschrieben zu haben!! Als Corty den ZDL-Betreuer
anruft, hält er es nicht für nötig, zu kommen.
Als er krank war, (er musste nicht im Bett liegen)
ging er zum Zivi-Treffen. Er wurde vor 7 Zivis zusammengeschissen, weil die
Versicherung verbietet, dass Kranke das Gelände betreten. Dass er überhaupt
da ist, wissen sie von den netten Erziehern. Blondinchen kam in den Keller,
um zu fragen, ob die Zivis noch Kaffee möchten. Dabei hat sie es noch nicht
einmal nötig, ihn zu kochen.
April 1997 (Liebst Du mich, weil ich es bin, oder
weil ich Dich belüge ? Ich bin in Dir, wohin Du gehst, doch siehst Du auch,
das was ich sehe ?)
Nach dem Zivi-Treffen, welches wieder in Haus 4711
stattfindet, trifft Corty wieder das Mädchen, mit der er am meisten gespielt
hat. Sie sagt in immer noch sehr traurigen Ton: "Corty, wann kommst du endlich
?" Er sagt, dass er sein Versprechen halten wird, nur wann weiß er noch nicht.
Dann muss er wieder gehen.
Mai 1997 (Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht
kämpft, hat schon verloren, Helden leben lange, doch Legenden sterben nie,
Wieder mal nen Tag verschenkt)
Als er untauglich geschrieben war, ging er wieder
zum Zivi-Treffen. Die anderen Ex-Zivis kommen noch 1 Jahr danach. Jeder wusste,
dass er nicht zu den Kinder wollte. Da wurde er von Le Chuck vor Zivis, Erziehern
und Kindern angebrüllt, weil er rausgeschmissen wird, wenn Corty einen Unfall
hat (wegen der Versicherung) Das war lauter und länger, als Corty vor Monaten.
Dieser wird natürlich nicht bestraft.
Die Kinder aus 4711 kennen Corty 4 Monate und haben
ihn 4 Monate nicht gesehen. Zivi Kriech kennen sie 8 Monate und Zivi Schleim
4 Monate. Vier Kinder sagen, als er zur Abfahrt kommt, dass Corty der beste
Zivi war.
Sie fragen jedes Mal, wann er mal vorbeikommt. Bei
den Zivis Niveau und Knips haben Sie das nicht getan. (Diese kommen monatlich,
Zivi Knips bis zu 3 MAL! im Monat)
Corty fährt mit seinen Zivi Ausweis durchs Ruhrgebiet.
Kein Schaffner sagt etwas, wenn er etwas vom Weg abkommt. Jeder Weg führt
nach Köln. Jeder kann eine "nahstehende Person" eintragen lassen. Man muss
nur eine Adresse kennen. Keiner prüft das nach.
Juni 1997 (Wir sind noch lange, noch lange keine
Freunde. Danke für nichts. Du hilfst mir Dich zu Hassen. Danke für nichts)
Corty ist mal wieder an der Abfahrt. Er unterhält
sich mit der kleinsten, mit der er täglich gespielt hat. Er sagt, dass er
ihr den Teddy wegnimmt. Sie weiß wie das gemeint war, sonst würde sie ja
wohl nicht lächeln. Der älteste in dem Haus, der nie was kapiert, und Blondinchen
vergöttert, glaubt das natürlich. Der hatte ihm auch öfters ungefragt gesagt,
dass Corty nicht sein Freund ist. Den anderen Kindern erzählt er, dass das
alles ernst gemeint war. Nun ist Corty auch für die anderen Kinder das Schwein.
Denn ihr selbsternannter Chef lügt doch nicht. Es kommt auch niemand auf
die Idee, das Kind zu fragen, ob sie es geglaubt hat. Man fragt nur, ob er
das gesagt hat. Dass Corty so etwas früher auch gesagt hatte, und es niemand
geglaubt hatte, ist ja egal)
Le Chuck verspricht Corty, dass er die Fotos auf
denen 2 Kinder auf Corty liegen, bekommt. Als Corty sagt, dass die das bestimmt
nicht machen, sagt er nochmals, dass er sein Versprechen ganz bestimmt halten
wird.
Als der Zivildienst beendet ist, tut Miss Lietussy
wieder so, als ob es möglich ist, die Kinder zu besuchen. Zwei Tage später
bekommt er ein schriftliches Geländeverbot, weil er mehrmals versucht hat,
mit Blinden Kontakt aufzunehmen, was von der Heimleitung nicht erwünscht
war.
Corty liest folgendes in einer ZD-Zeitung: "6 Wochen
nach Ende des ZD soll die Personalhilfsakte von der Dienststelle an die Verwaltungsstelle,
und dann, von dieser vervollständigt, 6 Monate nach Beendigung des ZD an
das BAZ geschickt werden. Nun ist sie vollständig und lohnt in jedem Falle
Einblick und Kontrolle, damit weder Dienststelle noch Verwaltungsstelle nach
Dienstende Personalakten weiterführen. Sie werden bis zum 60. Lebensjahr
des ZD-Veteranen aufgehoben - in der Regel im Rechner abgespeichert. Auch
dann besteht das Recht auf Auskunft oder Einsicht in die Akte (§ 36,5 ZDG).
"Schön. Das bedeutet, dass die Akten noch in der Verwaltungsstelle liegen.
Er schreibt ans BAZ und an die Zivildienstgruppe in Dortmund, was ihm die
Dienststelle gesagt hat, sein Begehren nach Einsicht.
Juli 1997 (Glaubst du, dass ich Kinder töten kann,
glaubst du, ich bin Nekrophil, denkst du, dass ich nur besoffen bin, wie
es ist erfährst du nie)
Die Erzieher (oder Blondinchen, die jetzt nicht mehr
da arbeitet ?) haben den Kindern erzählt, dass Corty psychische Probleme
hat. Und die haben ja immer Recht. Von 8 Kinder möchte noch eines von ihm
besucht werden. Nur sie fragte: "Warum benimmt er sich so schlecht?" Die
Frage wird natürlich nicht beantwortet. Sie hatte sich die Mühe gemacht,
selbst rauszufinden, wer Corty ist, und sagt mehrmals wenn er sie trifft,
dass er sie zu Hause besuchen soll, wenn er es hier nicht darf. Da Corty
im Ruhrgebiet kostenlos fahren darf, ruft er sie in den Ferien an. Die Eltern
sagen, dass er in einer Woche kommen darf. Als er nach 100 Minuten Fahrt
da ist, erfährt er, dass sie zufällig heute zum Zahnarzt musste, weil sie
Zahnschmerzen hat, und dass sie den ganzen Tag von ihm redet. Klar, denn
in der Blindenschule hat man es ihnen verboten! Er darf in 2 Tagen wiederkommen,
soll aber vorher anrufen. Da sagt man ihm dann, dass sie in Urlaub fahren,
und deshalb keine Zeit haben. Nett, dass man Corty erst 80 km fahren lässt,
statt schon am Telefon zu sagen, dass er unerwünscht ist. Oder er hat wieder
mal den Eignungstest wegen seiner Frisur nicht bestanden.
Die Fotos hat er immer noch nicht.
August 1997 (Glaubst Du alles, was ich sage, glaubst
Du, Du weißt, wer ich bin, stellst Du niemals Fragen, WARUM wir wurden wie
wir sind ?)
Damit Corty nicht mit den Kindern sprechen kann, parken
die Taxen bei der Abfahrt jetzt auf Schulgelände. Dazu muss ein großes Tor
geöffnet werden und die Blinden müssen um die Autos herumgehen.
Als er vorbeikommt, um nach den Fotos zu fragen, die
von ihm vor 6 Monaten gemacht wurden, stellen sich 5 Personen vor die Tür
und halten sie zu. Die Fressen dabei waren lachhaft. Die Erzieherin schreit,
dass sie so was wie ihn nicht mehr ins Haus lässt. Aber sie hat von der Verwaltung
den Auftrag, ihn notfalls mit Gewalt hinauszubefördern! Die Kinder kriegen
auch dieses mit. Wenn Corty danach nicht zur Heimleitung gegangen währe,
hätten sie die Polizei gerufen, was auch dir Verwaltung befohlen hat.
Nun gibt es einen Haufen Erzieher, der auch nach einen
halben Jahr nicht verzeihen können. Die sind wohl besser für diesen Beruf
geeignet als ein Bäcker der keinen Pflaumenkuchen mag in seinen Beruf ? Und
das sind natürlich tolle Vorbilder!
"Die Fotos können wir ihm nicht geben, weil es sie
nie gegeben hat" Wieder mal wurde ein Versprechen der Heimleitung nicht gehalten."