"Ich erinnere mich gern an diese Zeit. Eine Zeit, die wird nie vergehen. Doch ich muss mein Leben leben, meinen Weg alleine gehen. Machs gut, du schöne Zeit, auf Wiedersehen"
"Doch ich bin anders. Ich kämpfe für mein Recht. Ich bin lieber Euer Corty als Euer Knecht"
"Wir ham noch lange nicht, noch lange nicht genug. Auf in ein neues Jahr, Ihr habt noch lange nicht genug"

Zivildienst auf Zivi-Island

The Zivi-Site V 3.02 (November 98)

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen, Einrichtungen
Dokumente oder Ereignisse sind rein zufällig und nicht beabsichtigt!

Die Geschichte einer Zivildienststelle, die mit ihrem Zivi Krieg spielt und die Kinder dafür bezahlen, denn Frauen und Zivis mit Abitur sind bessere Menschen!

"Ich schrieb diesen Text für Euch da drüben. Ihr habt Euch selbst besiegt. Dieses Land ist kein Vergnügen.
Man hat Euch wieder mal belogen, doch was könnt Ihr schon verlangen. Es sind Worte der Freiheit auf den Zungen von Schlangen"
"Ja hier ist Corty, Eure Stimme aus der Gosse. Der wandelnde Wahnsinn mit Worten wie Geschossen. Ich bring es auf den Punkt.
Sage was sich keiner traut. Gegen alle Regeln. Es wird Zeit dass Ihr das glaubt."

Juli 1996 (Sei vorsichtig beim Träumen, sonst werden sie wahr. Denn es gibt Ebenen und Welten, in die nicht jeder darf)
Einstellungsgespräch mit Le Chuck:
"Was machen Sie ?"
"Ich bin Bäcker"
"Haben Sie Abitur ?" (Wer macht Abitur und lernt dann Bäcker ?)
"Nein. Brauche ich das hier ?"
"Nein"
"Wenn ich irgendwas nicht machen darf, weil ich kein Abitur habe, gehe ich lieber woanders hin."
"Das passiert hier nicht!"
(Wenn Le Chuck nicht gelogen hätte, wäre Corty woanders hingegangen)
Bevor ein Zivi eingestellt wird, soll er sich erst das Internat anschauen. Als Corty da ist, ziehen die Erzieherinnen über einen Zivi her, weil er jeden Montag wegen einer Spritze zum Arzt muss. Corty denkt nicht darüber nach, warum es zufällig zu der Zeit ist, in der er da ist. Es war kein Montag.

Oktober 1996 (Finde die Wahrheit, solange du noch kannst.)
Die erste Frage am ersten Arbeitstag: Was studierst du ? (Nicht ob!)
Am zweiten Arbeitstag bekommt Corty vor allen Erziehern und Zivis seinen ersten Anschiss. Er hat die Essentöpfe weggebracht ohne vorher Bescheid zu sagen. (Jeder hat gesehen, dass er mit den Töpfen rausging) Es hatte länger gedauert weil kein Wagen frei war und ein Zivi ihm dann gezeigt hatte, wo das Mineralwasser geholt wird. Eine Erklärung, warum er so lange weg war, wollen die schrecklich wichtigen Erzieher nicht hören. Von diesen Tag an macht er nur noch das, was ihm gesagt wird.
Außerdem hat er keine Lust, sich mit solchen Leuten in das Dienstzimmer zu setzen und Kaffee zu trinken. Sonst trinkt er auch keinen. Wenn die Erzieher mit ihrer Praktikantin und Heimleitung Teamgespräch halten, dürfen Zivis sowieso nicht dabei sein.
Am Anfang durfte er die Privatgespräche (1-2 Mal täglich) der Erzieherin Olaz auf ein anderes Telefon umstellen und ist natürlich schuld, wenn die Anlage wieder mal nicht funktioniert.
Corty verkündet, dass er eine Hepatitis-Iimpfung haben möchte, wie die Zivildienstvorschrift es befiehlt. Sein Arzt sagt, dass er das nicht einfach machen kann. Die Dienststelle muss erst mal Akten wälzen. Während der nächsten Monate passiert nichts. Man versucht nur öfters, ihm das auszureden, weil hier noch nie jemand Hepatitis hatte, und Zivis und auch Erzieher das meist nicht machen. Denn diese Vorschrift kostet Geld!
Das Mittagessen, welches Zivis ja essen müssen, weil es dafür kein Geld gibt, ist oft schwarz, matschig und schmeckt oft ekelig. Die Blinden sehen es ja nicht und haben sich anscheinend daran gewöhnt. Nur der Nachtisch wird fast täglich vollständig weggekippt.
Dann wird Corty in den ersten Wochen täglich gesagt, dass er den Schweineeimer in eine volle stinkende Mülltonne schmeißen soll. Die anderen Zivis und Praktikantin Blondinchen haben so was doch nicht nötig.
Corty ist der einzige, der vorher schon gearbeitet hatte. Er verschenkt durch den Zivildienst monatlich 1100 DM. Die anderen sagen zwar, dass sie zu wenig Geld bekommen, freuen sich aber doch, dass sie endlich mal selber Geld verdienen können. Deshalb ist Corty der einzige, der sich fragt: "Warum soll ich alleine die Dreckarbeit machen, wenn Blondinchen einen Beruf erlernen möchte? Ich musste wie jeder andere auch meinen Müll in der Ausbildung selber wegmachen. Und als ich Geselle war, habe ich trotzdem noch Tische abgewaschen, weil ich weiß, dass es keinen Spaß macht, wenn nur einer alleine die Dreckarbeit macht. Und warum soll ich mir von einer Praktikantin Befehle geben lassen?"
Corty muss heute zum ersten Mal die Essen-Bestellzettel einsammeln. Der Zivi aus dem Nebenhaus, welcher schon 9 Monate hier ist, sagt ihm, dass er nicht in die anderen Häuser gehen braucht. Das machen die selber. Am Nachmittag bekommt Corty einen Anschiss, weil das Nebenhaus keine Pizza bekommen hat.
Corty geht es auf den Keks, dass er wöchentlich ins Nebenhaus laufen muss, um neue Servierten zu holen. Er fragt: "Wo sind die jetzt schon wieder ?" Eines der Kinder meint, dass er wohl auch schlecht sieht. Doch was nicht da ist, kann man nicht sehen. Doch von Frauen, die 4 Mal soviel Geld kriegen, kann man nicht verlangen, dass sie mal nachsieht, ob noch genug da sind.

November 1996 (Die Großen dieser Welt sind nur Groß vor denen, die vor ihnen knien)
Beim Gestank der dampfenden Mülltonnen voller Soßen wurde ihm schlecht, was den göttlichen Frauen natürlich egal war. Irgendwann haben sich die Zivis abgewechselt. Blondinchen sagt natürlich: "Das habe ich nicht nötig. Das ist Zivi-Arbeit."
In den anderen Häusern bringen auch die Praktikantinnen den Müll weg und waschen den Eimer aus. Die machen das natürlich nicht täglich, weil der Eimer höchstens zu 20 % voll wird.
6 von 8 Zivis machen um 13.30 Uhr Pause. Corty steht um diese Zeit in der Küche und spült das Geschirr. Zivi Kriech macht seine Mittagspause und nur Zivi Niveau hilft ihm. Manchmal hilft eine Erzieherin aber Blondinchen bleibt bei den Kindern. Wenn sie gute Laune hat, stellt sie ihnen die Spülsachen in die Küche.
Wenn Corty seine Pause machen möchte, heißt es oft, dass keine Zeit dafür ist und er hat ja am Abend Zeit zum auszuruhen. Gab es da nicht mal ein Gesetz, das sagt, dass spätestens nach 5 Stunden Arbeit Pause gemacht werden muss ? Diese haben die Anderen, die ihre Pause täglich machen, jeden Morgen. Trotzdem machen sie jeden Tag pünktlich Pause.
Die Zivis waschen anscheinend auf öffentlichen Gelände die Autos ab. Corty bekam auf genaues Nachfragen nie richtige Antworten. Er sagte jedenfalls schon von Anfang an, dass er dieses nicht machen wird, weil es in Deutschland nur auf Privatgelände erlaubt ist. Folglich währe es eine Straftat, die er nicht ausführen darf. Komisch. Er musste es nie waschen.
Wenn Corty mit einen Kind an der Hand nach unten geht: "Die kann auch alleine gehen. "Eine Woche später, dasselbe Kind, wieder Miss Olaz: "Nimmst du sie denn mal an die Hand ?" Das war keine Frage, sondern ein Vorwurf.
Die Zivis müssen einen Flur streichen. Corty brauchte noch eine Rolle Krepp-Band. Also ging er zum Hausmeister Herrn Himmler, der ihn mind. schon 2x mit anderen Zivis gesehen hatte. "Morgen, ich bin Zivi und brauche noch eine Rolle Krepp-Band, wir streichen den Flur in Haus 0815."
"Wa-Wa-Was soll das denn ? Ich weiß doch gar nicht wer Sie sind! Ist das ihre Art, immer irgendwo so rein zu kommen ?"
"Ja"
Er schreit: "Raus!!! Ich will sofort Miss Lietussy sprechen"
Er zeigt ihm im Führergruß -Winkel den Ausgang. Natürlich mit der linken Hand.
Die Verwaltung sagt, dass Corty recht hat, und dass das Problem bekannt ist, wahrscheinlich weil er sich beim Bundesamt beschweren wollte. (oder es wurde ausgewürfelt)
Wenn Corty vor 2 Kindern "Scheiße" sagt, wird er vor den Kindern angelabert. Sagt Blondinchen vor 8 Kindern, dass sie am Wochenende besoffen war und fast mit einen Zivi geschlafen hätte, beachtet das keiner der anwesenden Erzieherinnen. Alle wissen, dass sie verheiratet ist. Das ist ein gutes Vorbild!
In den 4 Monaten durfte er 1 Mal das Gelände verlassen, weil die Verwaltung gesagt hatte, er soll mit auf die Kirmes gehen. Auch an den Tag wurde ihm 3 Mal! gesagt, dass er ja nicht mitgehen muss, weil er bald Feierabend habe. (Wenn die Dienststelle es möchte, muss er natürlich Überstunden machen.)
Zum Weihnachtsmarkt gehen sie an einen Tag, an dem Corty nicht da ist, nicht an einen mit schönen Wetter. Das bisschen Regen macht ja nichts. Miss Olaz verschiebt ihre Dienstzeit, damit sie mitgehen kann. Corty darf das natürlich nicht. Die Kinder fragen ihn schon, warum er nie in die Stadt darf. Darauf hat er natürlich auch keine Antwort.
Wenn alle auf den Spielplatz gehen, muss Corty das Telefon bewachen. "Es könnte ja eine wichtige Nachricht kommen." Alle anderen Häuser stellen es einfach auf das Nebenhaus um.

Dezember 1996 (Demokratie ist nur'n Wort solang man sie nicht lebt. Und auch die Hölle ist ein Ort, der sich um Sonne dreht)
In der Adventszeit steht ein Kranz auf dem Tisch. Dieser darf nur angezündet werden, wenn 2 Erzieher anwesend sind. Eine Erzieherin und ein Zivi sind zu minderwertig. Eine Erzieherin und eine Praktikantin dürfen es machen.
Miss Olaz bringt einen großen Karton mit neuen Kerzenständern mit, stellt einen auf den Tisch und stellt den Rest ins Dienstzimmer. Das sollte mal ein Zivi machen! Das Ergebnis: Einige Zivis kaufen diese Dinger, und dazu die Spezial Wachskugeln. Irgendwie muss man sich ja bei den Frauen einschleimen.
Es wird Corty auch oft gesagt, wie er sich am Telefon zu melden habe: "Europäisches Schülerinternat Zivi-Island, Haus 4711, Corty". Jeder andere Zivi darf sagen: "Haus 4711, Name"
Ein 10-jähriger erzählt Miss Olaz, dass man CDs beschreiben kann. Die dachte, er wolle sie verarschen, was sie sogar zugibt. Aber von einer Frau, die alles weiß und die nie Fehler macht, sollte man eigentlich so viel Allgemeinbildung erwarten können.
Eine Erzieherin erzählt von einen Kind, das ins Bett gemacht hat, und dass sie es nie sagt. Das überrascht Corty, denn wenn er sie morgens weckt, sagt sie es ihm einfach. Möglicherweise, weil Corty nicht vor allen anderen Kindern darüber redet. (Vielleicht könnte man es ja auch abstellen, wenn man die Kleinen nicht in der Nacht wecken würde, damit sie auf die Toilette gehen. Jedes Erziehungsbuch rät das ja. Wenn man dann noch bedenkt, dass eine Frau es ja sowieso nicht nötig hat, ein Bett zu beziehen, sollte es doch eigentlich kein Problem sein) Doch auch andere Dinge erfährt er vor den anderen, z.B. soll Corty mit ihren Eltern reden, damit sie wie die anderen Moslems an der Weihnachtsfeier teilnehmen kann.
Die Dienststelle bezahlt kein Abendessen mehr. "Sie können ja hier essen." Dass ein Zivi höchstens 30 min. warten muss, und es nach Feierabend noch 60 min. dauert, macht doch nichts. Wozu Gesetze befolgen, wenn man eigene machen kann ?
Als ein neuer Zivi kommt, wird es plötzlich wieder ausbezahlt.
Eine von den kleinen Kindern fragt Corty, ob er mit ihr Hausaufgaben macht. Das kommt nicht oft vor. Da kommt eine Erzieherin und sagt ihm vor den Kindern, dass das zu schwer für ihn ist. Sie weiß, was sie aufhat. Die Aufgabe lautete: "Kratze den Buchstaben E in den folgenden 10 Reihen weg. " Eine schwere Aufgabe, die nicht jeder lösen kann. Die anderen Zivis dürfen mit den kleinen Kindern Hausaufgaben machen. Aber die können ja auch auf einen Zettel ablesen, wie ein E aussieht. Corty darf aber mit den größeren Kindern Hausaufgaben machen. Thema: Konjunktionen, Substantive. Corty sagt Miss Olaz und dem Zivi, dass er keine Ahnung davon hat. Aber beide haben keine Zeit. Sie müssen mit den Kleinen eine Kokosnuss öffnen. Keiner sagt, ich mache das gleich. Also sagt Corty ihm, dass er sich das in der Schule noch mal erklären lassen muss. Hausaufgabe beendet!
Mit einer anderen darf er auch Hausaufgaben machen. Die versteht diese nicht, und kann auch die Schreibmaschine nicht richtig bedienen. Aber hat so eine Aufgabe eine Erzieherin oder Praktikantin nötig ?
Die beiden Zivis haben einen Bollerwagen zusammengebaut. Der Karton kommt in den Keller. 1 Monat später kriegt Corty mal wieder einen Anschiss: Die Rechnung lag noch im Karton. Schuld ist natürlich Corty. Dass er die Kiste nicht ausgepackt hat, macht doch nichts. Den anderen Zivi sagt sie es später freundlich.
Jetzt kommt der Ex-Zivi Knips fast wöchentlich. Meist wenn die Kinder schon im Bett sind. Aber es kommt auch vor, dass er sich mit Miss Olaz über private Dinge unterhält, während die Kinder darauf warten, dass Miss Olaz ihnen den Inhalator fertigmacht. Corty weiß nicht, wieviel Tropfen er da reinkippen muss. Die Vorschrift sagt ja auch, dass Zivis das nicht dürfen. Auch nachdem sie daran erinnert wird, kommt sie nicht. Als sie endlich kommt, ist es zu spät, um die Kassette anzuhören. Sie haben vorher verkündet, dass sie erst inhalieren wollen.
Eine von den 7-jährigen möchte ihre Brote einmal selber schmieren. Corty sieht da kein Problem und zeigt es ihr. Die Messer sind so stumpf, dass man sie sich auf den Fuß fallen lassen kann, ohne sich zu verletzen. Doch Miss Olaz kommt, um zu verkünden, dass sie die Messer nicht anfassen soll.
Eine andere möchte gerne den Schmierkäse anfassen. (Die Kinder sollen nicht in die Pötte fassen) Als sie lang genug gebettelt hat, sagt Corty: "Nimm den leeren Käsebecher." Miss Olaz meckert mit dem Kind, weil sie da reinfasst. Dass Corty das gesagt hat, und dass er leer ist, hat sie leider nicht gehört. Sie sitzt 80 cm weg von ihm. Corty antwortet im gleichen Ton, wie sie mit dem Kind geredet hat. Sie sieht ihn etwas blöde an, und entschuldigt sich in schleimigen Ton bei dem Kind.
Zur Weihnachtsfeier kommen wieder die Ex-Zivis ins Haus. Einer sagt den Kindern, dass sie die Musik leiser machen sollen. Das hatte Miss Olaz zwar vorher erlaubt, aber diese muss sich ja wieder mit ihrem Zivi-Liebling im Dienstzimmer unterhalten. Die Arbeit kann Corty ja alleine machen. Auch in dieser Nacht brauchen die kleineren Kinder 12 Stunden Schlaf. Wenn sie dann am nächsten Morgen 1 Stunde früher wach sind, und sich unterhalten, kann man wenigstens wieder rummeckern.

Januar 1997 (Meister der Lügen, du verkanntes Genie, merk Dir eins, merk Dir eins: Ein Corty, ein Corty fügt sich nie)
Nach dem Abendessen bringt Miss Olaz die Kinder ins Bett. Corty hat schon im ersten Monat gesagt, er würde das auch mal gerne machen. Er kann die Nahrung in den Kühlschrank stellen und die Küche später sauber machen. Dieses ist aber nicht möglich. Ein Grund wurde nie genannt. Erst als die Kinder fragen, warum er sie nie ins Bett bringt, (Blondinchen darf so was ja machen) ändert sich das in der Mitte des Monats.
Die Erzieher erzählen jetzt oft beim Mittagessen, dass in einem Haus viele Erzieher krank sind, und dass da vielleicht bald ein Zivi gebraucht wird.
Irgendwann backt eine Erzieherin einen matschigen Pflaumenkuchen. Als Corty sagt, dass er keinen Pflaumenkuchen mag: "Dann kann man aber kein guter Bäcker sein, wenn man keinen Kuchen mag" Eine andere: "Nee, das glaube ich auch nicht."
Die 2 anderen Zivis in dem Haus gehen ca. 1 Mal pro Woche mit Kindern in die Stadt. Wenn Corty fragt, wann er mal gehen darf: "Zivis dürfen das nicht!" Als Miss Zombie das sagte, waren 2 Zivis unterwegs!!! Bevor er fragen kann, warum alle anderen Zivis das dürfen, ist sie schon weg. Der neue Zivi machte am 2. Tag seinen ersten Stadtgang.
Als er wieder mal keine Pause hatte, weil er auf einen Arztgang warten musste, der dann wieder abgesagt wurde, soll er früher gehen. Es wurde ihm vorher schon 100 Mal gesagt, dass dieses Verboten ist.
Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen. Corty hat es erst um 18:02 fertig. (Weil er mit den Kindern gespielt hatte, was anscheinend auch ein Problem für Miss Olaz ist.) Dafür wird er vor den Kindern angemeckert. Zwei Tage später kommt Miss Olaz mit den Kindern erst um 18:26 zum Essen.
Corty's Tasche wird geöffnet und durchwühlt. Begründung: "Ich dachte sie gehört den Kindern." Dieses passierte derselben Erzieherin im Abstand von wenigen Wochen 3 Mal. Aber sie sagt es ihm wenigstens. Den Dienstplan des Zivis (er lag obendrauf) hat sie wohl übersehen.
Wahrscheinlich hat sie seine Drogen gesucht. (s.u.) Wer nicht in das Weltbild einer Frau passt, muss ja Drogen nehmen.
An einen Freitag muss ein nasses Bett neu bezogen werden. Miss Olaz sagt, dass sie es erst trocknen lassen sollen. Bis zum Feierabend ist es noch nicht trocken. Die Zivis machen nur ein neues Bettuch darauf. Sie denken dass die Sonntagsschicht den Rest machen kann. Die hat es aber nicht nötig. (Blondinchen und Miss Zombie) Es wird nur ein anderes Bett fertiggemacht. Am Montag kommt auch keiner auf die Idee. Am Dienstag kriegt Corty den Auftrag. Von Miss Olaz, die von oben kommt. Er latscht nach oben, nimmt das alte Bett weg und wirft das neue darauf. Das war alles. Aber eine Frau hat doch so etwas nicht nötig. Den anderen Zivis konnte man das auch nicht zumuten. Der Weg nach oben dauerte doppelt solange wie die Arbeit.
Miss Olaz oder andere meckern jetzt täglich vor den Kindern mit Corty.
Miss Olaz und Corty haben Nachtdienst. Die Kinder sind gerade angekommen. Einer der größeren fragt, ob Corty ihm nicht einmal zuerst helfen kann, seine Tasche auszupacken. Dann könnte er ungestört eine Kassette hören. Er hatte schon öfters angedeutet, dass er es bescheuert findet, dass die Kleinen immer bevorzugt werden. Also macht Corty eine Ausnahme. Die Arbeit dauert 5 Minuten, aber die Tür geht auf und Miss Olaz scheißt ihn vor dem Kind zusammen, dass er zuerst die Kleinen ins Bett bringen soll, weil die Taxen schon eine halbe Stunde zu spät kamen. Die waren auch glücklich, dass sie noch einen Moment mit ihren neuen Puppenwagen spielen durften.
Corty geht mit einen Kind das meist nicht tut was es soll, zur Schule. Dieses will die Treppe runtergehen. Miss Olaz: "Nimmst du ihn denn mal an die Hand, ich kann mich nicht um alles kümmern."
Als Corty das tut, und den Umweg ohne Stufen geht, fängt das Kind wieder mal an zu schreien, was ihm vorher schon klar war. Wenn er die Treppe gegangen währe, währe das nicht passiert.
Als er mit der Erzieherin Miss Bildung aus einen anderen Haus Dienst hat, diskutieren Sie 30 Minuten lang, ob der Tisch für den nächsten Morgen vom Zivi um 22.00 oder um 23.00 gedeckt wird. Weil Corty einen Film sehen möchte, deckt er ihn in der Werbepause.
Er wurde in 4 Monaten 1 Mal gefragt, ob er lieber den Tisch decken oder weiter mit den Kindern spielen möchte. (und das von Miss Bildung) Die Kinder hätten oft gerne weitergespielt.
Beim Mittagessen: Ein Kind verschüttet ein Glas Saft. Blondinchen sieht es und steht näher als die Zivis, macht aber nichts. Sie geht in die Küche. Corty fragt, ob sie einen Lappen mitbringen kann. Sie hat es natürlich nicht gehört. Also muss Corty einen holen, weil es auf die Erde läuft. Er sagt dem Mädchen, welches ihm etwas erzählt, dass er weggeht. Die redet trotzdem weiter, und erwartet als er wieder da ist, eine Antwort. Leider hat er nichts mitbekommen.
Ein Kind braucht Medizin. Miss Olaz meint, die kann der andere Zivi holen, wenn er wieder da ist. Auf Corty's Frage, warum er die nicht holen kann, wo er doch nur rumsitzt meint sie: "Weil er ein Auto hat. "Er sagt: "Dann soll die also auf den Hustensaft warten, damit nicht 5 Minuten Arbeitszeit verschwendet werden ?" Er darf nun doch gehen, soll ich aber beeilen. In dieser Stadt ist man mit dem Fahrrad oft schneller als mit dem Auto, weil es viele Einbahnstraßen gibt und der Weg kurz ist.
Corty soll mit 2 Kindern zum Sportunterricht gehen. Die Turnhalle ist 2 Minuten entfernt auf dem selben Gelände. Weil Corty das erste Mal mit Kindern irgendwo hindarf, (nur morgens darf er die Kinder zur Schule bringen und abholen) sagt er zu Miss Olaz, dass er keine Garantie dafür gibt, dass die Kinder lebend da ankommen. Ob die begriffen hat, was er damit sagen wollte, weiß er nicht. Sie sagt nichts dazu. Die großen Kinder haben es verstanden. Corty geht mit ihnen in die Turnhalle. Nach 10 Minuten kommt der nächste Zivi mit 2 Kindern, doch niemand ist da. Wieder 10 Minuten später nerven die Kinder, weil sie Langeweile haben. Die Zivis haben den Schlüssel für die Spielgeräte nicht. Also können sie nur rumsitzen und reden. Corty will in die Verwaltung gehen, um nachzufragen, ob der Sport heute ausfällt. Die Gymnastikfrauen stehen vor der Tür und machen Corty Vorwürfe, weil sie keinen Schlüssel haben. Er hätte den Holzpin zwischen die Tür legen müssen. Doch das hätte ja auch der zweite Zivi machen können, der schon öfters hier war. Da sie aber nicht mit dem Zivi reinkamen, sollte das wohl beweisen, dass sie mindestens 10 Minuten Verspätung hatten. Dann hätten sie die Klingel benutzen können, oder an Tür oder Fenster klopfen können. Sie hätten sich auch in die 10 Meter entfernte Verwaltung bemühen können, um anzurufen, dass sie nicht reinkommen. Aber das währe ja Arbeit, was weibliche Wesen auf diesen Gelände nicht nötig haben. Warum sonst müssen sich Zivis um schwierige Kinder kümmern, wo es doch gerade bei denen wichtig währe, wenn sie morgens von erfahrenen Erziehern geweckt und angezogen würden ? Solche Arbeiten schiebt man besser den Zivis zu, damit sie nicht täglich überlegen müssen, wie sie ihn heute dazu bringen, aufzustehen. Corty hat nun 30 min. Zeit. Er geht zurück in Haus 4711 und erzählt einer Erzieherin, die da rumsteht, was los war, und dass er hier noch einen an der Klatsche kriegt. (Miss Olaz ist wieder während der Arbeitszeit mit ihrem Ex-Zivi in einer wichtigen Besprechung über vergangene Zeiten) Corty wird zum ersten Mal etwas lauter, was die Kinder von ihm noch nicht kennen. Sie sagten manchmal zu ihm, er soll sie anschreien. Sie möchten wissen, wie das klingt. Da kommt Corty's 7-jährige, schmeißt ihn um, umarmt ihn und will ihn am liebsten nicht mehr gehen lassen.

Februar 1997 (Jetzt stehst du da an der Laterne, hast Tränen im Gesicht. Das Abendlicht verjagt die Schatten, die Zeit steht still und es wird Herbst)
Miss Olaz geht mit einem Kind zum Arzt. Corty ist begeistert, dass er endlich mal alleine ist. Die Kinder helfen ihm, den Tisch zu decken. Alle wollen gleichzeitig etwas von ihm. Corty findet das lustig und sagt, sie sollen warten, bis er Zeit hat. Das klappt auch. Nun kommt Miss Bildung, welche in dem Haus überhaupt nichts zu suchen hat, und sagt ihm, dass Sie sich um die Kinder kümmert. Corty geht in ein anderes Zimmer, zu einem anderen Kind. Aber auch das darf nicht sein. Sie sagt ihm, er soll den Geschirrspüler ausräumen. Sonst wird das erst viel später gemacht. Wieder mal steht Corty da als Versager, der nicht mit Kindern umgehen kann.
Eine Erzieherin trocknet zum ersten Mal das Geschirr ab. Dabei erzählt sie von einen Zivi, der in seiner Mittagspause immer in die Turnhalle ging, und sich auf eine Matte legte. Dieser war wohl zu diesem Zeitpunkt bei den Frauen noch unbeliebter als Corty. Dieser fragt, wo das Problem ist, das Gesetz sagt, dass ein Zivi in seiner Pause machen darf, was er möchte. Er bekommt aber wieder mal keine Antwort. Also gab es schon einmal einen Zivi, der seine Pause nicht machen sollte oder durfte. Wie kommt es, dass die Zivi-Schweine immer nur in Haus 4711 sind ? Die anderen Häuser erzählen nicht solche Geschichten.
Immer wenn Corty mit einen Kind alleine auf seinen Zimmer ist, kommst alle 5 bis 20 Minuten eine Erzieherin ins Zimmer. Siefindet immer einen neuen wichtigen Grund dafür. Diese Zufälle passieren nur bei Corty. Das sagt sogar eines der Kinder. Die anderen dürfen ja sogar mit Kindern alleine in die Stadt gehen.
Corty kommt aus der Pause. Eine Erzieherin knurrt ihn an, dass die Verwaltung schon 3 Mal angerufen hat. Als er fragt, ob das sein Problem ist, mault sie, sie wollte es ja nur erwähnt haben. Er soll sie anrufen. Er erfährt, dass sein Tauglichkeitszeugnis nicht da ist. Das Gesundheitsamt sagt, dass sie es ihm gegeben haben. Corty hat es nie gesehen. Er soll nach Feierabend eine Kopie abholen. Weil er langsam genug hat, sagt er, dass das nicht sein Problem ist. Wenn er es braucht, soll er es sich holen. Er kann ja so lange zu Hause bleiben, wenn er nicht ohne arbeiten darf. Aber er kann ja auch morgen während der Arbeitszeit gehen. Aber das geht ja nicht. Er müsste ja das Gelände verlassen.
Nach 4 Monaten. Corty macht doppelt solange Pause wie erlaubt, weil er am Vortag wieder einmal keine Pause machen durfte. In dieser Zeit wurde er nicht gebraucht und die anderen Zivis hatten Kaffee getrunken.
Die Erzieherin rennt zur Heimleitung. Die Leiterin Miss Lietussy kommt nach ein paar Tagen und will ihn mit dem Bundesamt erpressen. Er sagt, dass ihm das Bundesamt völlig egal ist und er findet das sogar gut, weil er denen auch mal einige Kleinigkeiten erzählen möchte. An dem Tag sagt Miss Olaz, dass sie mal über ihre Probleme sprechen müssen. Dieses muss aber leider zweimal verschoben werden, einmal weil ihr Ex-Zivi sie während der Arbeitszeit besucht. Da sagt sie ihm, dass er andauernd ein dummes Gesicht zieht. Corty sagt, sie hätte wohl mal beobachten sollen, wann er das macht. Die Kinder waren nie schuld daran.
Corty wird er am Ende der Woche in ein anderes Haus versetzt, weil er dort gebracht wird. Vom BAZ war nichts zu hören. In den letzten 10 Jahren war hier kein Zivi gewesen. Er durfte sich auch nicht von den Kindern verabschieden. Er soll sich von dem Haus fern halten. Der Zivi-Sprecher, der nach Vorschrift bei Versetzungen anzuhören ist, wurde genau wie die anderen Zivis nicht in die Entscheidung mit einbezogen. Auch Corty durfte nicht dabei sein, als über ihn abgestimmt wurde.
Nach 4 Monaten bekommt Corty schon seine Hepatitis-Spritze. Vermutlich hat seine Drohung, das BAZ zu informieren, nichts damit zu tun. Denn wenn für Erzieher eine Impfung angeboten wird, muss auch der Zivi geimpft werden, sagt die ZD-Vorschrift. Aber diese sind doch nur da, um die Faulheit und Einbildung der Frauen zu unterstützen.
Deshalb wurde er 2 Wochen krank. Danach kam er in seiner Pause in das Haus Nr.4711. Acht Kinder laufen durch das Zimmer, eine kommt zu ihm. Diese soll sich als einzige sofort setzen. Sie soll schneller essen und 30 Sekunden später mit Begleitung auf ihr Zimmer gehen (sonst später und alleine). Weil Corty sich gerade mit ihr unterhalten hatte, geht er mit. Die Erzieherin sagt nichts. Dann kommt plötzlich Blondinchen und schreit ihn vor den Kindern an, dass er da oben nichts zu suchen habe. Eine Praktikantin kann einen Zivi nichts befehlen. (Vorschriften werden nur beachtet, wenn sie gut für die Erzieher sind) Nachdem sie das 4.Mal! gebrüllt hatte, (und so was will Erzieherin werden) schrie er als Antwort: "Halts Maul"
In 4 Monaten hatte Corty 3 mal gesagt, dass er zurück schreit, wenn ihn hier jemand anbrüllt. Das beweist, dass sie mit Absicht geschrien hat, damit er Hausverbot bekommt. Zivi Niveau hatte einmal ein Kind laut angebrüllt, aber das beachtete keiner.
Das Ergebnis: Corty bekommt Hausverbot und Blondinchen wird nicht bestraft: "Es war nicht möglich festzustellen, wer zuerst gebrüllt hat. "Es haben ja nur 3 Erzieher, 3 Zivis und 7 Kinder gehört.
Das Februar Zivi-Treffen wird in ein anderes Haus verlegt, damit Corty Haus 4711 nicht betritt. Weil dieses Haus noch ungemütlicher ist, offenbart Corty schon jetzt, dass er beim nächsten Treffen in Haus 4711 geht, egal wo es stattfindet.

März 1997 (My oh My do I wanna say goodby, Wir waren mehr als Freunde, wir warn wie Brüder. Du warst der beste. Nur noch Erinnerung. Sag mir warum)
Die Leitung sagt ihm, dass er die Kinder nie mehr besuchen darf, wenn er nicht sofort jeden in den Arsch kriecht. Wenn er es macht, kann er in einigen Wochen vorbeikommen. (Am Anfang gibt er diese Lügen an die Kinder weiter) Doch wenn Corty erpresst wird, macht er immer das Gegenteil von dem, was er soll. Also versucht er, sich bei seinen Vorgesetzten so schlecht wie möglich zu benehmen. Warum soll er solche Leute grüßen oder Aufträge ohne Diskussion ausführen ? Gutes Benehmen hat ja auch nie jemand von ihm erwartet Und wer alles verliert, kann sich alles erlauben. Er wird auch dazu gezwungen, 2 Mal pro Woche mit einen Blinden im Rollstuhl Taxi zu fahren, obwohl er sagt, dass ihm dabei immer schlecht wird, und der Taxifahrer sagt, dass er den Blinden auch zur Tür bringen könnte. Corty muss diese Person auch jeden Morgen zur Schule bringen und wieder abholen. Vorher haben das seine Freunde gemacht, und ihm währe es auch lieber, wenn die es weiter machen würden. (Er merkt ja,wie Corty über diese Aufgabe denkt) Doch für außen muss es ja so aussehen, als ob Corty beschäftigt währe. Auch wenn diese Aufgabe nur 5 Minuten dauert, macht sie Corty fertig. Dann hätte er auch in eine Schwerbehinderteneinrichtung gehen können.
Einmal kommt Corty zur Anfahrt der Kinder. Die Kinder freuen sich, dass sie ihn sehen und fragen ihn warum er sie nicht mal besuchen kommt. Eine 6 jährige hat feuchte Augen und redet zuerst nicht mit ihm. Als er ihr sagt, dass er nicht mit in das Haus gehen kann, ist sie beleidigt und geht weg. Vor 3 Wochen hatte sie ihn noch angesprungen wenn er zur Arbeit kam. Er hatte fast täglich mit ihr gespielt und vorher mehrmals versprochen, sie am Anfang monatlich zu besuchen, wenn er da aufhört. Die anderen Zivis machen das alle. Wenn man von den Vorgesetzten täglich 10 lang Stunden hört, dass man der Abschaum ist, sucht man sich woanders Freunde. Auch wenn man es nicht soll. Sie war oft der Grund, weshalb Corty sich nicht einfach krank schreiben ließ. Das macht irgendwie keinen Spaß, wenn man weiß, dass jemand darauf wartet, dass man zur Arbeit kommt. Sie war die Einzige, die hier mal gesagt hat, dass er etwas richtig gemacht hat. (Als er sie Monate später trifft, sagt sie, dass sie überhaupt nicht mehr mit Zivis spielt. Die Erzieher können Stolz auf sich sein)
Da er sowieso keine sinnvolle Arbeit mehr hat, lässt er sich so oft wie möglich krankschreiben. Die Dienststelle versucht sogar, seinen Arzt unter Druck zu setzen, weil sie Corty's Krankheiten nicht glauben. Doch dieser ist auch dran, wenn Corty wirklich etwas hat, und er ihn nicht krankschreibt.
Als er einmal während der Anfahrt da ist, weil er dem Taxifahrer eine CD geben wollte, unterhält er sich auch mit den Kindern. Als Miss Olaz ihn sieht, sagt sie so laut, dass jeder Taxifahrer und Kinder es hören, dass er aufhören soll die Kinder zu belästigen! Die haben sich gefreut, ihn zu treffen. Er sagt dass die Straße nicht zum Gelände gehört und machen kann was er will. Auf die Frage "Warum soll ich gehen ?" sagt sie: "Weil mir nicht gefällt, wie Du mit Erwachsenen umgehst". (Dass er sich immer so benimmt, wie er behandelt wird, begreift sie wohl nie)
Sie kommt auf ihn zu, als ob sie ihm eine Ohrfeige geben will.
In seinen neuen Haus arbeitet er 1 Stunde täglich, geht höchstens 2 Stunden mit Blinden spazieren oder zum Arzt und liegt ca. 6.15 Stunden auf dem Sofa und schläft oder guckt Viva. Seine wichtigste Aufgabe: Innerhalb von 4 Wochen den Keller aufräumen. Die Heimleitung weiß das, traut sich aber nicht ihm mehr Arbeit zu geben, weil er dann das BAZ einschalten würde. Nur schlafende Zivis beißen nicht. Natürlich wurde er nicht zur Bestrafung versetzt, sondern weil er in dem neuen Haus gebraucht wurde. (Sonst hätte er ja die Möglichkeit, sich beim BAZ über seine Versetzung zu beschweren)
Corty wird mit einer Anzeige gedroht, wenn er Blinden oder sonst irgend jemand von diesen Vorgängen erzählt! Am ersten Tag musste er schon unterschreiben, dass er dieses nicht tut. Wenn nicht, muss sich eine andere Dienststelle suchen! Ob die wohl dieses Problem schon öfters hatten ? Wer eine Zivis wie Menschen behandelt braucht doch keine Angst vor ihren Aussagen zu haben.
Einen wichtigen persönlichen Brief bekommt er geöffnet, gelesen und mit Tesa wieder zugeklebt als Einschreiben. Sein Name stand dick darauf.
Als er sagt, dass er die Kinder mal besuchen möchte (das geht ja auch in einen anderen Haus) sagt ihm die Leitung: "Ja, natürlich können Sie das". Ein paar Stunden später dann, dass schon der Gedanke ziemlich abartig ist. Wenn man versetzt wird, macht man dort seine Arbeit und vergisst die alte.
Dass fast jeder Ex-Zivi einmal monatlich kommt, ist uninteressant. Er erhält einen 10 Minuten Vortrag mit dem Inhalt, dass es der größte Fehler ist, sich mit Behinderten anzufreunden (das hat er dann natürlich in Haus 4709 nicht getan) und dass man sie nicht Küssen darf. (Dieses hat er nie gemacht, aber wenn mal eine 7-jährige zu ihm kam, und umarmt werden wollte, wurde er schon immer schräg angeguckt). Aber Corty kam es schon immer so vor, als ob er in einen Tierheim gelandet ist. Er war der einzige, der immer mit Kindern spielte. (Meistens die 7- jährige) Die anderen Zivis sitzen oft nur am Tisch rum. Die Erzieher sowieso. Als er ein Kartenspiel mit Punktschrift gefunden hatte, hielt ihn jeder für bescheuert, als er sagte, dass er den größeren Kindern Mau Mau beibringen will." (Das können die sowieso nicht" heißt es.)
Miss Lietussy sagt Corty bis ein Zivildienstbetreuer kommt, dass es möglich ist, wieder in dem alten Haus zu arbeiten. Jeder weiß, dass das nicht stimmt. Sogar Le Chuck sagt das. Auch später belügt sie ihn fast immer wenn er sie trifft.
Immer wenn Corty Blondinchen mit Kindern begegnet, sagt sie zu ihnen, dass sie schnell weiter müssen weil Corty nicht normal ist, oder fängt an zu Stöhnen, wenn er in 5 Meter Entfernung vorbeigeht. Komisch, dass solche Leute sagen, dass Corty kein gutes Vorbild ist. Er darf das Haus 4711 nicht betreten, solange er da arbeitet.
Brief der Dienststelle an das Gesundheitsamt zur Tauglichkeitsprüfung: "Er ist verbal aggressiv zu Erziehern UND KINDERN... Verdacht auf Drogen"
Als er fragt wann er verbal aggressiv zu Kindern war und wer sagt, dass er Drogen nimmt, weiß keiner eine Antwort. (Ein Zivi meint nach seiner Entlassung, dass das nur Miss Olaz gewesen sein kann). Sie hat auch immer komisch geguckt, wenn Corty morgens seine Blutdrucktabletten genommen hat. Sie hat sich auch mehrmals erkundigt, was er da nimmt. Er hat sie in einer Hustensaft Schachtel aufbewahrt: "Nimmst du immer noch Hustensaft ?") Die Heimleitung sagt ohne Zivildienstbetreuer nichts. Beide können sich auch nicht daran erinnern, dieses Unterschrieben zu haben!! Als Corty den ZDL-Betreuer anruft, hält er es nicht für nötig, zu kommen.
Als er krank war, (er musste nicht im Bett liegen) ging er zum Zivi-Treffen. Er wurde vor 7 Zivis zusammengeschissen, weil die Versicherung verbietet, dass Kranke das Gelände betreten. Dass er überhaupt da ist, wissen sie von den netten Erziehern. Blondinchen kam in den Keller, um zu fragen, ob die Zivis noch Kaffee möchten. Dabei hat sie es noch nicht einmal nötig, ihn zu kochen.

April 1997 (Liebst Du mich, weil ich es bin, oder weil ich Dich belüge ? Ich bin in Dir, wohin Du gehst, doch siehst Du auch, das was ich sehe ?)
Nach dem Zivi-Treffen, welches wieder in Haus 4711 stattfindet, trifft Corty wieder das Mädchen, mit der er am meisten gespielt hat. Sie sagt in immer noch sehr traurigen Ton: "Corty, wann kommst du endlich ?" Er sagt, dass er sein Versprechen halten wird, nur wann weiß er noch nicht. Dann muss er wieder gehen.

Mai 1997 (Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren, Helden leben lange, doch Legenden sterben nie, Wieder mal nen Tag verschenkt)
Als er untauglich geschrieben war, ging er wieder zum Zivi-Treffen. Die anderen Ex-Zivis kommen noch 1 Jahr danach. Jeder wusste, dass er nicht zu den Kinder wollte. Da wurde er von Le Chuck vor Zivis, Erziehern und Kindern angebrüllt, weil er rausgeschmissen wird, wenn Corty einen Unfall hat (wegen der Versicherung) Das war lauter und länger, als Corty vor Monaten. Dieser wird natürlich nicht bestraft.
Die Kinder aus 4711 kennen Corty 4 Monate und haben ihn 4 Monate nicht gesehen. Zivi Kriech kennen sie 8 Monate und Zivi Schleim 4 Monate. Vier Kinder sagen, als er zur Abfahrt kommt, dass Corty der beste Zivi war.
Sie fragen jedes Mal, wann er mal vorbeikommt. Bei den Zivis Niveau und Knips haben Sie das nicht getan. (Diese kommen monatlich, Zivi Knips bis zu 3 MAL! im Monat)
Corty fährt mit seinen Zivi Ausweis durchs Ruhrgebiet. Kein Schaffner sagt etwas, wenn er etwas vom Weg abkommt. Jeder Weg führt nach Köln. Jeder kann eine "nahstehende Person" eintragen lassen. Man muss nur eine Adresse kennen. Keiner prüft das nach.

Juni 1997 (Wir sind noch lange, noch lange keine Freunde. Danke für nichts. Du hilfst mir Dich zu Hassen. Danke für nichts)
Corty ist mal wieder an der Abfahrt. Er unterhält sich mit der kleinsten, mit der er täglich gespielt hat. Er sagt, dass er ihr den Teddy wegnimmt. Sie weiß wie das gemeint war, sonst würde sie ja wohl nicht lächeln. Der älteste in dem Haus, der nie was kapiert, und Blondinchen vergöttert, glaubt das natürlich. Der hatte ihm auch öfters ungefragt gesagt, dass Corty nicht sein Freund ist. Den anderen Kindern erzählt er, dass das alles ernst gemeint war. Nun ist Corty auch für die anderen Kinder das Schwein. Denn ihr selbsternannter Chef lügt doch nicht. Es kommt auch niemand auf die Idee, das Kind zu fragen, ob sie es geglaubt hat. Man fragt nur, ob er das gesagt hat. Dass Corty so etwas früher auch gesagt hatte, und es niemand geglaubt hatte, ist ja egal)
Le Chuck verspricht Corty, dass er die Fotos auf denen 2 Kinder auf Corty liegen, bekommt. Als Corty sagt, dass die das bestimmt nicht machen, sagt er nochmals, dass er sein Versprechen ganz bestimmt halten wird.
Als der Zivildienst beendet ist, tut Miss Lietussy wieder so, als ob es möglich ist, die Kinder zu besuchen. Zwei Tage später bekommt er ein schriftliches Geländeverbot, weil er mehrmals versucht hat, mit Blinden Kontakt aufzunehmen, was von der Heimleitung nicht erwünscht war.
Corty liest folgendes in einer ZD-Zeitung: "6 Wochen nach Ende des ZD soll die Personalhilfsakte von der Dienststelle an die Verwaltungsstelle, und dann, von dieser vervollständigt, 6 Monate nach Beendigung des ZD an das BAZ geschickt werden. Nun ist sie vollständig und lohnt in jedem Falle Einblick und Kontrolle, damit weder Dienststelle noch Verwaltungsstelle nach Dienstende Personalakten weiterführen. Sie werden bis zum 60. Lebensjahr des ZD-Veteranen aufgehoben - in der Regel im Rechner abgespeichert. Auch dann besteht das Recht auf Auskunft oder Einsicht in die Akte (§ 36,5 ZDG). "Schön. Das bedeutet, dass die Akten noch in der Verwaltungsstelle liegen. Er schreibt ans BAZ und an die Zivildienstgruppe in Dortmund, was ihm die Dienststelle gesagt hat, sein Begehren nach Einsicht.

Juli 1997 (Glaubst du, dass ich Kinder töten kann, glaubst du, ich bin Nekrophil, denkst du, dass ich nur besoffen bin, wie es ist erfährst du nie)
Die Erzieher (oder Blondinchen, die jetzt nicht mehr da arbeitet ?) haben den Kindern erzählt, dass Corty psychische Probleme hat. Und die haben ja immer Recht. Von 8 Kinder möchte noch eines von ihm besucht werden. Nur sie fragte: "Warum benimmt er sich so schlecht?" Die Frage wird natürlich nicht beantwortet. Sie hatte sich die Mühe gemacht, selbst rauszufinden, wer Corty ist, und sagt mehrmals wenn er sie trifft, dass er sie zu Hause besuchen soll, wenn er es hier nicht darf. Da Corty im Ruhrgebiet kostenlos fahren darf, ruft er sie in den Ferien an. Die Eltern sagen, dass er in einer Woche kommen darf. Als er nach 100 Minuten Fahrt da ist, erfährt er, dass sie zufällig heute zum Zahnarzt musste, weil sie Zahnschmerzen hat, und dass sie den ganzen Tag von ihm redet. Klar, denn in der Blindenschule hat man es ihnen verboten! Er darf in 2 Tagen wiederkommen, soll aber vorher anrufen. Da sagt man ihm dann, dass sie in Urlaub fahren, und deshalb keine Zeit haben. Nett, dass man Corty erst 80 km fahren lässt, statt schon am Telefon zu sagen, dass er unerwünscht ist. Oder er hat wieder mal den Eignungstest wegen seiner Frisur nicht bestanden.
Die Fotos hat er immer noch nicht.

August 1997 (Glaubst Du alles, was ich sage, glaubst Du, Du weißt, wer ich bin, stellst Du niemals Fragen, WARUM wir wurden wie wir sind ?)
Damit Corty nicht mit den Kindern sprechen kann, parken die Taxen bei der Abfahrt jetzt auf Schulgelände. Dazu muss ein großes Tor geöffnet werden und die Blinden müssen um die Autos herumgehen.
Als er vorbeikommt, um nach den Fotos zu fragen, die von ihm vor 6 Monaten gemacht wurden, stellen sich 5 Personen vor die Tür und halten sie zu. Die Fressen dabei waren lachhaft. Die Erzieherin schreit, dass sie so was wie ihn nicht mehr ins Haus lässt. Aber sie hat von der Verwaltung den Auftrag, ihn notfalls mit Gewalt hinauszubefördern! Die Kinder kriegen auch dieses mit. Wenn Corty danach nicht zur Heimleitung gegangen währe, hätten sie die Polizei gerufen, was auch dir Verwaltung befohlen hat.
Nun gibt es einen Haufen Erzieher, der auch nach einen halben Jahr nicht verzeihen können. Die sind wohl besser für diesen Beruf geeignet als ein Bäcker der keinen Pflaumenkuchen mag in seinen Beruf ? Und das sind natürlich tolle Vorbilder!
"Die Fotos können wir ihm nicht geben, weil es sie nie gegeben hat" Wieder mal wurde ein Versprechen der Heimleitung nicht gehalten."

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