Stärke:
Stärke(mehl) und Stärkeerzeugnisse werden offiziell als
"Küchenhilfsmittel" bezeichnet. Treffender könnte man sie "Dickmacher"
nennen; sie geben Suppen und Saucen, Cremes und Kaltschalen die
gewünschte sämige Konsistenz. Chemisch gesehen ist Stärke ein in
Pflanzen weitverbreitetes Kohlenhydrat, das sich vor allem in Getreide,
Knollen und Wurzeln befindet.
Inhaltsstoffe:
Stärkemehl hat einen Kohlenhydratanteil von 83 bis 87 Prozent, sehr
wenige Mineralstoffe, kaum meßbare Anteile von Vitaminen. Nur
Puddingpulver bringt ein Plus an Mineralstoffen, und zwar an Calcium und
Phosphor. 100 g Stärke haben im Schnitt 350 Kalorien.
Eigenschaften:
Stärke ist geruchslos, hat wenig Eigengeschmack bzw. gar keinen. In
kaltem Wasser ist sie unlöslich, quillt aber bei Temperaturen von 60 bis
80°C unter Aufnahme großer Wassermengen auf: Die Stärkekörner platzen,
verlieren ihre Form und verkleistern. Die Lösung verdickt sich beim
Abkühlen. Die Eigenschaften der Stärke können durch Modifizierung
stabilisiert oder verändert werden. Instant-Produkte basieren meist auf
modifizierter Stärke, sie müssen nicht gekocht werden, sondern sind
kaltangesetzt verzehrfertig.
Herstellung:
Für die industrielle Gewinnung werden zunächst die Rohstoffe
zerkleinert, danach die Stärke mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.
Ihre Farbe ist meist weiß, zuweilen auch leicht grau oder gelblich.
Haltbarkeit:
Bei trockener Aufbewahrung bleiben Stärke und Stärkeerzeugnisse etwa
ein Jahr lang frisch. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf
der Packung.
Stärkearten:
Getreidestärke wird vor allem aus Mais und Reis, aber auch aus Weizen
hergestellt. Gebräuchlichstes Andickungsmittel in der Küche, Bestandteil
von Backmischungen, Basisprodukt für Stärke-Erzeugnisse.
Knollenstärke wird aus Kartoffeln hergestellt, wie Getreidestärke
eingesetzt. Ausnahme: das Kochen von Süßspeisen. Dafür ist die
Konsistenz der Kartoffelstärke zu zäh, auch hat sie einen leichten
Eigengeschmack, der sich störend bemerkbar machen würde. Erst nach der
Verarbeitung zu Quellstärke eignet sie sich sehr gut für kalt
zubereitete Desserts.
Wurzelstärke wird aus tropischen und subtropischen Pflanzen gewonnen,
vor allem aus Cassava (Tapioka) und aus der Pfeilwurzel (Arrowroot). Zur
Herstellung von Backwaren, Nährmitteln und diätetischen Lebensmitteln
verwendet.
* Quelle: Winke & Rezepte 12 / 94 der Hamburgischen
Electricitätswerke AG
Erfasser : Lothar
Quelle: Winke & Rezepte 12 / 94 der Hamburgischen Electricitätswerke AG
Erfasser : Lothar Datum 13.02.1995